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Ein Bundespräsident ohne Gegenkandidaten?

Nun ist es fix, der amtierende Bundespräsident Dr. Heinz Fischer möchte noch eine zweite Amtszeit anhängen, das verkündete er in einer Videobotschaft via YouTube.

Aktuell ist das Amt des Bundespräsidenten nicht besonders begehrt, wie es aussieht wird Fischer wohl keinen Gegenkandidaten haben. Was passiert dann? Wird trotzdem gewählt?

Das Szenario, dass sich nur ein Kandidat der Wahl stellt ist möglich und keineswegs kompliziert. Zunächst ja, es wird eine Wahl geben, man wird jedoch nicht zwischen verschiedenen Kandidaten auswählen können, sondern sich zwischen "ja" und "nein" entscheiden müssen. Um das ganze etwas zu konkretisieren, es wird keine Wahl im klassischen Sinn geben, sondern eine Volksabstimmung. Die Bevölkerung wird wählen können, ob sie beispielsweise Heinz Fischer auch für die kommende Periode als Bundespräsident haben möchte.

Derzeit sind sich viele Parteien noch nicht einig, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellen werden, oder nicht. Für die FPÖ beispielsweise hat die Wiener Gemeinderatswahl einen höheren Stellenwert, sie wird daher nicht in einen Bundespräsidentenwahlkampf investieren, welchen sie nicht gewinnen kann. Kleines Detail am Rande, bei der Bundespräsidentenwahl gibt es keine Refundierung (=Rückerstattung) der Wahlkampfkosten, wie z.B. bei der Nationalratswahl, d.h die Parteien überlegen zweimal über eine Kandidatur.

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25.11.2009 20:54

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