Fußball als Integrationsmotor?
Warum gerade jetzt dieses Thema - ganz einfach, weil die WM in Südafrika die beste Gelegenheit ist auf diese Probleme hinzuweisen. Migranten des schwarzen Kontinents haben neben anderen Einwanderer in Österreich seit jeher Probleme in punkto Integration. Für den österreichischen Fußball waren ausländische Spieler aber immer wichtig und stets willkommen.
Ist der Fußball deswegen ein Integrationsmotor in Österreich?
Man würde meinen ja, und die passende Erklärung dazu wäre ebenso so einfach. Migranten spielen nicht nur in den oberen Klassen Fußball, nein sie spielen auch in den unteren und bei Listenletzten. Die Bevölkerung sollte also mit dem Thema "Migranten im Fußball" vertraut sein. Integration würde demnach bereits sehr früh beginnen und später einer unbegründeten Ausländerfeindlichkeit vorbeugen, da Annäherungsängste etc. erst gar nicht vorhanden sind. Die Realität sieht jedoch anders aus. In Österreich beispielsweise spielen zwar viele Migranten Fußball, außer einzelne Talente (Bsp. Ivica Vastic) schaffen es aber nicht viele sich in der Liga dauerhaft durchzusetzen. Das hat zur Folge, dass zwar Ausländer in Österreich Fußball spielen, aber Integration außerhalb des Fußballplatzes endet.
In Deutschland spielt nun ein gewisser Mesut Özil und das sehr erfolgreich. Österreich hat sich stets an der Politik Deutschlands orientiert, auch in dieser Hinsicht. So wie Deutschland hat es auch Österreich verabsäumt in diesem Bereich Vorbilder zu schaffen und positive Integration zu fördern. Am Beispiel Mesut Özil dürfte sich das jetzt wahrscheinlich ändern.
Vergleichbare Spieler mit Vorbildcharakter fehlen in Österreich - ein Vastic war zu wenig! Guten ausländischen Sportlern und Künstlern nur die österreichische Staatsbürgerschaft zu geben wird zu wenig sein, wenn diese nicht aktiver ihre Rolle und Vorbildwirkung für die Gesellschaft ausüben. Die WM ist zwar eine gute Gelegenheit um wieder auf dieses Thema hinzuweisen, aber Integration darf nicht punktuell stattfinden!
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08.07.2010 14:11
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