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Die Kronen Zeitung und ihr Chef

Hans Dichand, Journalist und Herausgeber der "Kronen Zeitung" verstarb am 17. Juni 2010 in Wien. Trotz seiner 89 Jahre war er täglich in seinem Büro anzutreffen, wobei er die zentrale Blattlinie vorgab.

Die Kronen Zeitung zählt mit ihren 3 Millionen LeserInnen täglich im Verhältnis zur Einwohnerzahl ihres Landes zur meist verbreitetsten Tageszeitung weltweit. Sie erschien zum ersten Mal im Jahre 1900, wurde 1944 durch die Nationalsozialisten gleichgestaltet und gelangte 1959 im Zuge des Erwerbes durch Hans Dichand zur Wiederauferstehung. Seitdem stiegen die Leserzahlen kontinuierlich an und erreichten 2006 ihren Höhepunkt.
Das Kleinformat ist geprägt durch ihre kurzen Artikel (max. 1600 Zeichen), einfacher Schreibstil und zahlreichen Kolumnen von etwa Wolf Martin (In den Wind gereimt), dem Wiener Erzbischof, Christoph Schönborn,  dem Populisten und EU-Kritiker Hans-Peter Martin sowie Dichand selbst unter dem Synonym "cato".

"In Österreich kann man nicht Politik gegen die Krone machen", ist ein altbekanntes Zitat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zeitung zu bestimmten Themen, wie etwa Volksbegehren, Gesetzesentwürfe usw. aktiv Stellung bezieht und in der Folge eine intensive Kampagne für oder gegen eine Thematik, Person oder Partei führt. In jüngster Vergangenheit etwa sprach sich Dichand für eine "eidesstattliche Distanzierung" vom Rechtsextremismus der FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz aus, dem die Partei in der Folge auch nachgekommen ist.


Pressespiegel derstandard.at

Süddeutsche Zeitung





19.06.2010 23:53

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