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Österreich und "Die Rechten"

Immer häufiger gerät Österreich aufgrund neonazistischer Aktionen in das Schussfeld internationaler Medien.

Hier ein kurzer Auszug rechtsextremer Vorfälle in Österreich, die international für Aufsehen sorgten:

 

  • Neonazistische Gruppe beschmiert die Außenmauer des KZ-Mauthausens mit Hakenkreuzen und rechtsradikalen Parolen (März 2009)
  • Ein Tiroler Hotelier verweigert einer jüdischen Familie aus "persönlichen Gründen" die Unterkunft im Hotel. (Mai 2009)
  • Jugendbande aus OÖ stört eine Gedenkfeier im KZ-Ebensee durch "Heil-Hitler- und Sieg-Heil-Rufen"

 

 

rechtsDarüber hinaus sind weitere Aktionen auf diversen Webseiten von rechtsextremen Kreisen angekündigt.

Hauptgründe für die Zunahme von derart rechtsextremen Vorfällen, die in den meisten Fällen von Jugendlichen ausgeführt wurden, sind Neugier, Mitläufereffekte, sowie die Auseinandersetzung mit fremdenfeindlichen Ideologien.

Speziell jetzt in der Zeit der globalen Wirtschaftskrise finden immer mehr Jugendliche Anklang bei rechts stehenden Parteien, die durch rassistische und antisemitische Äußerungen immer wieder für Schlagzeilen in der internationalen Presse sorgen.  Vielfach werden Ausländer von jenen Parteien als Sündenbock und ziehen diese als Hauptgrund für die schlechte Wirtschaftslage und hohe Arbeitslosigkeit heran.

Immer öfter fühlen sich Jugendliche durch die billigen Versprechungen rechts-stehender Politiker angesprochen, wodurch sich in der Folge häufig Jugendgruppen mit rechtem Gedankengut herausbilden.

Ein weiterer Grund für die starke Zunahme ist die enge Verbindung zwischen rechtsradikalen Gruppierungen aus Österreich und Deutschland.

Speziell die Nationale Partei Deutschlands (NPD) und ihr Jugendverband Nationale Jugend (NJ), welche vom DÖW als rechtsextrem eingestuft sind, pflegen u.a. sehr engen Kontakt zu Organisationen wie dem Kärntner Heimatdienst. Dies wurde beispielsweise durch den Eintritt des Kärntners Andres Thierry in den Bundesvorstand der NPD verdeutlicht.

Laut  Bundesministerium für Inneres wurden im Jahre 2006 419 Anzeigen wegen rechtsextremen Aktivitäten gemeldet,  im Jahr 2007 752 und im Jahr 2008 sogar 831, was beinahe eine Verdopplung der Anzeigen im Vergleich zum Jahr 2006 bedeutet.

Parallel zum starken Anstieg der Anzeigen in rechtsextremen Fällen wurde auch ein Anstieg der Anzeigenbereitschaft verzeichnet, was auf die zunehmende Sensibilisierung seitens der Bevölkerung zurückzuführen ist.

Bedenklich in diesem Zusammenhang ist, dass Freisprüche in Anklagen wegen Verstöße gegen das Verbotsgesetz in rechtsradikalen Kreisen vielfach als "Triumpf" gefeiert werden.

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